Partitionierung für Linux und Windows

Vor einer Neuinstallation sollte man sich natürlich auch Gedanken machen, wie man seine Festplatte aufteilt.

Prinzipiell benötigt man jeweils eine Partition für:

  • Windows
  • Linux
  • Daten

Ich möchte aber noch ein bisschen mehr über meine Gedanken bei der Partitionierung meines Systems erklären.

Am besten fügt man jedoch auch noch eine Linux-Swap Partition hinzu, das ist eine extra Partition für die Auslagerungsdatei von Linux. Diese wird benutzt, falls der Arbeitsspeicher voll wird um Daten dorthin auszulagern.

Herausgekommen ist dabei diese Partitionstabelle:

Partionionierung meiner Festplatte

  • sda1: Windows XP mit NTFS als Dateisystem
  • sda2: Linux Partiotion mit ext3 als Dateisystem
  • sda3: Linux Swap
  • sda4: [erweiterte Partition]
  • sda5: Partition für Dateien und Dokumente
  • sda6: Partition für Medien-Datei (MP3’s, Bilder, etc.)

Der Grund warum die Windows Partition so groß ist (und im prinzip überhaupt noch existiert) sind so lustige Programme wie CAD-Zeichenprogramm, die einfach mal mehrere Gigabyte für die Installation brauchen. Mal abgesehen davon, dass Windows natürlich auch etwas braucht.
Auch muss man die Größe für die Auslagerungsdatei hinzurechnen, die bei Windows standardmäßig auf der Windows-Partition liegt. (Natürlich kann man diese auch woanders ablegen lassen)

Linux und der Linux-Swap ist fast selbsterklärend. Nachdem ich noch keine ausreichende Erfahrung mit Linux habe, nahm ich einfach einen im Internet öfter empfohlenen Wert von 6 GB.
Den Swap habe ich auf jeden Fall größer als meinen Arbeitsspeicher gewählt. Ganz einfach, weil Linux die Swap-Partition als Ablage für den Ruhezustand (Hibernation, Suspend-to-Disk) nutzt. Sprich anstatt herunterfahren wird der aktuelle Zustand des Rechners eingefroren und der aktuelle Inhalt der Arbeitsspeichers auf die Festplatte abgelegt. Wenn man dann den Rechner wieder startet, findet man alles so vor, wie vor dem „Herunterfahren“.

Die erweiterte Partition mit ihren logischen Partitionen ist ein Muss bei mehr als 5 geplanten Partitionen, da die Partitionierungstabelle nur max. 5 primäre Partitionen akzeptiert.

Sda5 ist quasi eine Extra Partition für „Eigene Dateien“. Hier ist einfach das Home-Verzeichnis von Linux direkt gemountet, also alles User-Daten werden hier abgelegt.
Auch wenn diese Partition ext3 ist, gibt wohl die Möglichkeit diese auch unter Windows einzubinden. Also kann man eine Partition für die beiden Betriebssysteme nutzen. Entsprechend muss man halt den Pfad der eigenen Dateien ändern, dazu aber später in einem eigenen Artikel mehr.

Die letzte Partition ist für die größte Datenmenge die sich aus MP3’s, Bildern und ähnlichem zusammensetzt. Aus Gewohnheit habe ich hier NTFS genommen, nachdem es auch unter Ubuntu Linux mittlerweile keine Probleme gibt auf NTFS lesend wie schreibend zuzugreifen.

~ von Chronix am 01-05-2008.

Eine Antwort to “Partitionierung für Linux und Windows”

  1. [...] schon in meine vorhergenden Artikel geschrieben handelt es sich um eine ext3 Partition – das /home-Verzeichnis – und eine NTFS [...]

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